„Es gibt nichts fürchterlicheres, nichts abstoßenderes als die Künstlerehe.
Sind es zwei Talente, wie groß immer, vernichten sie sich, zuerst das eine das andere, und dann umgekehrt. Entweder die Frau unterwirft sich oder sie wird vernichtet, oder der Mann unterwirft sich oder er wird vernichtet. In jedem Fall sind die Partner vernichtet.“ Diese eindeutigen Worte von Thomas Bernhard in den „Berühmten“ sind Anstoß Künstlerbeziehungen zu untersuchen.
Etwa Vater und Tochter Gentileschi, die sich in ihrer Kunst unter allen Umständen zu unterscheiden suchten. Edward Hopper und seine Frau Josephine Verstille Nivison, die ihre eigene Karriere aufgab, um ihrem Mann als Buchhalterin und Modell zur Seite zu stehen. Gilbert & George, deren Leben und deren Kunst zu einem einzigen Label verschmolzen. Deutschbauer & Spring, die ihr siebenjähriges Auftreten als durchschlagkräftige Künstlergruppe 2009 beendeten.
Arbeitsbeziehung, Liebesbeziehung, Vermarktungsbeziehung, Sicherheitsbeziehung; befruchten sie die Kunst oder vernichten sie Individuen?
Regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit
Beschränkte Teilnehmerzahl
