Welchen Fragen müssen wir nachgehen, um ein (Kunst)Werk interpretieren zu können? Wie ist das Verhältnis von thematischem Motiv, Form und Bedeutung? Wie ist der Bezug von künstlerischer Erfindung und Intertextualität (Bildtraditionen)? Wie ist die Relation von Bild und Sprache zu verstehen? Was bedeutet Kontextualisierung von Artefakten? Wie ist es um den Zusammenhang von (Kunst)Werk und anderen sozialen Praxen und Diskursen bestellt? Sind Bilder Abbilder von sichtbarer oder gesellschaftlicher Wirklichkeit, oder sind sie Repräsentationen, die unsere Realität bzw. die Wahrnehmung von Realität erst produzieren? Wie ist das Verhältnis von Kunst und Macht? Welche Rolle spielen Auftraggeber, welche Rolle spielt die persönliche Biografie eines Künstlers, einer Künstlerin? Welche Bedeutung hat die Kategorie von Geschlecht? Welchen Part spielen die RezipientInnen bei der Produktion von Bedeutung? Wie ist die Beziehung von subjektivem Zugang und wissenschaftlicher und historischer Analyse? Welche Methoden gibt es, um (Kunst)Werke zu analysieren? Können Interpretationen objektiviert werden?
Diese und andere Problemstellungen sollen in gemeinsamen Diskussionen erarbeitet werden. Gefordert wird intensive mündliche Mitarbeit. Am Ende des Proseminars wird eine kleine schriftliche Arbeit verlangt.
