Das Böse

vollständiger LV-Titel: 
Das Böse
LV-Nummer: 
S50954
LV-Typ: 
Seminar
Lehrbeauftragte: 
Daniela Hammer-Tugendhat
Wochenstunden: 
2
Abhaltung
Semester: 
2010W
Abhaltung: 
geblockt
Beginn: 
Freitag, 15. Oktober 2010, 13:00-18:00 Uhr, Hörsaal 4 (Altbau, 1. Stock)
zusätzliche Informationen zur Abhaltung: 

1. Block: Freitag, 15. Oktober 2010, 13:00-18:00 Uhr, Hörsaal 4

2. Block: Freitag, 3. Dezember 2010, 13:00-18:00 Uhr, Hörsaal 4
              Samstag, 4. Dezember 2010, 10:00-17:00 Uhr, Hörsaal 4

3. Block: Freitag, 10. Dezember 2010, 13:00-18:00 Uhr, Hörsaal 4
              Samstag, 11. Dezember 2010, 10:00-17:00 Uhr, Hörsaal 4

Lehrinhalt: 

Das Seminar wird sich mit Repräsentationen des Bösen in der bildenden Kunst und den visuellen Medien befassen. Es werden exemplarisch Beispiele aus der westlichen Kunst von der Antike bis zur Gegenwart behandelt. Folgende Fragen werden uns beschäftigen: Wie lässt sich das (unsichtbare) Böse überhaupt visualisieren? Welche Effekte produzieren gewisse Verbildlichungen, beispielsweise wenn das Böse durch eine Figur mit bestimmten ethnischen Zügen dargestellt wird? Im Unterschied zu religiösen und philosophischen Konzepten geht der kulturwissenschaftliche Ansatz davon aus, dass auch die Konzeption des Bösen (und damit der Moral) kulturbedingt ist, abhängig vom Normen- und Wertesystem einer konkreten Gesellschaft und deren Machtkonstellationen. Die Vorstellung von Wesen, Herkunft und Wertung des Bösen haben sich im Laufe der Geschichte gewandelt. Der Wandel der Bilder kann Auskunft geben über grundlegende Veränderungen ethischer Auffassungen, wenn etwa das Christentum als Inkarnation des Bösen die Figur des Teufels setzt, der in der Antike als Pan/Satyr lediglich für naturwüchsige Triebhaftigkeit stand. Mit der Ergründung des Bösen befassen sich unterschiedliche Diszipline: die Philosophie, die Theologie, die Psychologie u.a. Wir werden nicht nur nach der zeitlichen Veränderung der Konzeption des Bösen fragen, sondern auch nach den topoi, den Orten, von wo aus über das Böse gesprochen wird. Dies impliziert nicht nur einen transdisziplinären Ansatz, sondern auch einen der nach den spezifischen Ordnungen des Diskurses der jeweiligen Disziplin fragt.

Prüfungsmodus: 
mündliche und schriftliche Arbeit (Abgabe bis 15. März 2011)
Anmerkungen: 

Teilnahmevoraussetzungen: Nachweis über den positiven Abschluss von zwei Proseminaren und einer Vorlesung in Kunst- oder Kulturgeschichte.