anschließend an die Erfahrungen des letzten Semesters soll die Thematik vertieft werden.
Die Aufgaben der Museen bzw. die, in sie gesetzten Erwartungen haben sich eindeutig geändert. Haben die Tempel der Bildungsbürger oder die Lehrstätten für das Volk aus dem 19. Jh. noch ihren Auftrag oder müssen sie nur mehr unsere Vergnügungssucht befriedigen? Müssen sie den Rahmen für ein Eventbedürfnis der Gesellschaft liefern? Und die Galerien sind ihre Lieferanten? Die Kuriositätenkabinette der Vergangenheit treiben kuriose Blüten. Sind sie zu Marktbeherrschern geworden oder sind es die Galerien, die in ihnen spielen?
Und nach wie vor die wichtigste Frage, wo stehen eigentlich die Künstler? Hat die institutionelle Kritik der 70er Jahre tatsächlich etwas verändert, ist sie ins Leere gelaufen oder haben Wirtschaftsmanager sie geschickt für sich vereinnahmt?
Museumspädagoge oder Kunstmanager, wo liegen die Notwendigkeiten? Möchte das Publikum etwas oder bekommt es etwas?
In abwechselnden Besuchen von Museen, Galerien oder auch Ateliers, soll diesen Fragen nachgegangen werden.
Ein Handapparat steht zur Unterstützung in der Bibliothek zur Verfügung, deckt aber nicht den gesamten Bedarf an Literatur ab, sondern soll Anstoß zu weiterem Forschen sein.
