Im Anschluss an die Vortragsreihe des Wintersemesters sollen im Seminar die Denkansätze des Videopioniers Nam June Paik durch Werkanalysen und durch Paiks Bezüge zu anderen Künstlern eingehend untersucht werden.
Videokunst ist dabei nicht als ein historisches, bereits abgeschlossenes Kapitel der Kunstgeschichte und des elektronischen Zeitalters zu begreifen, sondern als ein gedanklicher Ausgangspunkt für die Kunst im digitalen 21. Jahrhundert. Paiks Werk eignet sich dafür besonders, da es zahlreiche Bezüge zur Musik, Malerei, Skulptur, zu kunstgeschichtlichen und musikwissenschaftlichen Konzepten des 20. Jahrhunderts aufnimmt. Auf der Klaviatur westlicher und östlicher Tradition spielend, präsentiert Paik das Video als ein offenes System mit der Disposition für neue Verbindungen: mediale, räumliche, zeitliche, konzeptuelle, künstlerische....
Teilnahmevoraussetzungen: Nachweis über den positiven Abschluss von zwei Proseminaren und einer Vorlesung in Kunst- oder Kulturgeschichte
Anmerkung für Mitbeleger der Kunstgeschichte Uni Wien: Das Seminar ist als Proseminar oder Übung anrechenbar.
