Veranstaltungen

Klopstocks Sound und Ossians Stimmen

19. & 20. Mai 2025, Akademie der bildenden Künste Wien

19.5.2025, 18:00 Uhr
Dietmar Rübel:
Ossian und die europäische Traumzeit, oder: Der Beginn der Moderne als Retromanie
Der Vortrag widmet sich der Konstruktionen einer europäischen Kunstgeschichte. Als zentrales Beispiel dient die Ausstellungsreihe „Kunst um 1800“, die von 1974 bis 1980 an der Hamburger Kunsthalle realisiert wurde. Vor allem der Auftakt dieses Zyklus über Ossian, eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Louvre in Paris, hilft die transnationale Faszination für den erfundenen Barden als Teil einer Dialektik der Aufklärung nachzuvollziehen.
Dietmar Rübel ist Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte und Theorie der Kunst an der Akademie der Bildenden Künste München; zuvor war er von 2009 bis 2017 Professor für Kunstgeschichte an der HfBK Dresden. Darüber hinaus ist er als Ausstellungsmacher tätig und war u. a. Gastkurator am MAK in Wien und der Nationalgalerie zu Berlin. Momentan bereitet er mit Petra Lange-Berndt eine Ausstellung über „Kunst um 1800“ an der Hamburger Kunsthalle vor.

Ort: Akademie der bildenden Künste Wien, Anatomiesaal, Schillerplatz 3, 1010 Wien

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20.5.2025, 16:30 Uhr
Die Pfeile des wilden Apollo. Klopstockkult & Ossianfieber
Kuratorenführung
mit Alexander Roob
Teilnehmer*innenzahl begrenzt, Anmeldung erforderlich unter +43 1 588 16 2201 oder kunstsammlungen@akbild.ac.at
Kosten: Eintritt in die Gemäldegalerie, Führung kostenlos

Ort: Gemäldegalerie, Schillerplatz 3, 1. OG, 1010 Wien
Treffpunkt: Foyer der Gemäldegalerie

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20.5.2025, 18:30 Uhr
Klopstocks Sound und Ossians Stimmen
Gedichte von Klopstock, Macpherson, Hunter, vertont von Bach, Gluck, Haydn und Schubert, gesungen von Tia Pikija (Sopran) und Daniel Sauer (Bariton), mdw – universität für musik und darstellende kunst wien, Klasse Florian Boesch; Jelena Pešić (Klavier), mdw, Klasse Markus Hadulla

Vortrag von Michael Auer: Klopstocks Sound und Ossians Stimmen
Klopstock ist der erste Star der europäischen Literatur. Um zu den Klangquellen der Poesie vorzudringen, misst er sich mit ihren angeblich ältesten und hehrsten Mustern: mit Homer, später mit Ossian. Dabei werden Stimmen evoziert, die über Jahrtausende hinweg widerklingen sollen. Dieser Klopstock-Sound hat die Dichtung und die Musik seiner Zeit begeistert.
Michael Auer lehrt Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft am Szondi-Institut der FU Berlin. Zuvor war er Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Wien. Zu seinen Forschungsinteressen zählen lyrische Sound Studies. Siehe dazu: Souveräne Stimmen (Wallstein 2024) und Law in Suspension (Edition AVL 2026). Er ist Herausgeber des Klopstock Handbuchs (Metzler 2023).

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung Die Pfeile des wilden Apollo. Klopstockkult & Ossianfieber in Kooperation mit mdw – universität für musik und darstellende kunst wien. Mit freundlicher Unterstützung der KLAVIER GALERIE.

Ort: Prospekthof, Atelierhaus, Tor 2, Lehárgasse 8, 1060 Wien
Einlass ab 18 h, Eintritt frei

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