Forschung

Rosalia Rothansl und die Ausbildung einer Künstlergeneration im Spiegel ihres Nachlasses

Dr. Lilien Lisbeth Feledy, BA MA

Das Forschungsprojekt untersucht erstmals den bislang kaum erschlossenen Nachlass von Rosalia Rothansls (1870–1946), die als eine der ersten Professorinnen an der Kunstgewerbe Schule Wien lehrte. Ziel ist es, ihre Rolle in der Wiener Kunst- und Ausbildungsgeschichte um 1900 sowie ihren Einfluss auf eine Generation bedeutender Künstler neu zu bewerten. Der Nachlass umfasst Korrespondenzen, biografische Dokumente sowie Zeichnungen und Entwürfe von Rothansl und ihren Schüler und bietet einzigartige Einblicke in Netzwerke der Wiener Moderne. Im Rahmen des Projekts werden die Materialien systematisch erschlossen, wissenschaftlich ausgewertet und mit Beständen Wiener Archive verglichen. Diese systematische Erschließung von Rosalia Rothansls Nachlass in Rahmen dieses Projekts leistet einen wesentlichen Beitrag zur Grundlagenforschung einer zentralen, bislang jedoch wenig untersuchten Figur der Wiener Kunst-, Textil- und Modegeschichte. Durch die Aufarbeitung und Sichtbarmachung zentraler Netzwerke und Ausbildungsstrukturen stärkt das Projekt das Verständnis Wiens als international vernetzten Kunst- und Forschungsstandort um 1900 und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Ausbildungsgeschichte der Stadt.

Dauer: Oktober 2026 – März 2027
Finanzierung: Wissenschaftsstipendium der Stadt Wien

Rosalia Rothansl 02
Maria Pranke, Schule Rosalia Rothansl (Sonderkurs für Textil / Werkstätte für Textil), Kunstblume, nach 1911, 9791/O/T Universität für angewandte Kunst Wien, Kunstsammlung und Archiv, Foto: Manuel Lopez Carreon, kunst-dokumentation.com